Dressurreiten Wer einmal eine Reiterin oder einen Reiter auf einem Pferd beim Dressurreiten genau beobachtet hat, den wird dieser Sport kaum mehr loslassen: Er hat bestenfalls gesehen, wie der Mensch sein Pferd mit minimalen Signalen dazu bringt, bestimmte Aufgaben akkurat zu erfüllen, und hat die perfekte Symbiose von Tier und Mensch gespürt. Bis zur „Hohen Schule“ ist es allerdings ein weiter Weg für Ross und Reiter, den beide mit viel Schweiß, Anstrengung und Disziplin gehen müssen. Aber es lohnt sich. Nicht nur für eine Medaille auf dem Siegertreppchen, auch einfach, um seinem Pferd und sich selbst genügend Bewegung zu verschaffen, Spaß zu haben, sich und sein Pferd zu fordern und eine tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier zu erzeugen. Dressurreiten weiter lesen >>>
Jagdreiten Schon seit tausenden von Jahren, seit die Menschen das Pferd als Reit- und Lastentier entdeckt haben, gibt es auch die Jagd zu Pferde. Diese Fortbewegungsmöglichkeit gab den Menschen die Chance, auch die schnellsten Tiere zu jagen und zu erlegen. Vor Urzeiten als Weg zum Überleben entdeckt, wurde die Jagd später vor allem für die Adligen zu einem Freizeitvergnügen. Nur sie konnten es sich damals leisten, Pferde zu unterhalten und mit ihnen diesen Sport auszuüben. Das heutige Jagdreiten wird – zumindest in Deutschland – ohne lebendes Beutetier ausgeübt. Es gibt die Schleppjagden und die Fuchsjagden. Bei den Schleppjagden wird eine Fährte für die Hunde gelegt, wonach sie den „Fuchs“ suchen; während bei den Fuchsjagden ein Reiter mit einem angehefteten Fuchsschwanz gejagt wird. Die Meute jagt hinter dem Reiter her, und derjenige, der dem Reiter den Fuchsschwanz entreißt, ist Sieger. Diese unblutigen Jagden gewinnen immer mehr Freunde, und sogar im klassischen Jagdland England regt sich bisweilen der Widerstand gegen Jagden auf lebende Beute. Jagdreiten weiter lesen >>>
Pferderennen War er früher fast ausschließlich den eher wenigen Reichen und Adligen vorbehalten, so ist er heute vielerorts Zuschauermagnet und zieht Tausende an, die auf die Pferde wetten oder ihnen einfach nur beim Rennen zuschauen. Das wohl berühmteste Pferderennen in Europa wird in Ascot ausgetragen: Hier findet alljährlich unter der Schirmherrschaft des englischen Königshauses — und das schon seit dem 18. Jahrhundert — das Royal Ascot Pferderennen statt. Sehen und gesehen werden heißt nicht nur dort die Devise. Und dennoch bleiben die Pferde die Hauptdarsteller: schnell und stolz, ob sie nun als erstes oder letztes ins Ziel laufen. Pferderennen weiter lesen >>>
Polo Schon seit mehr als 2.600 Jahren wird Polo gespielt; es ist das älteste bekannte Spiel mit Stock und Ball zu Pferd. Seine Ursprünge liegen in Persien; es verbreitete sich dann im arabischen Raum und bis nach Indien, wo im 19. Jahrhundert britische Offiziere darauf aufmerksam wurden. So gelangte Polo nach Großbritannien, wo 1859 der erste Polo-Club gegründet wurde. Im Jahr 1900 erklärte man Polo zur olympischen Disziplin, in der die Briten dominierten. Nach 1936 verschwand diese Sportart dann allerdings wieder von der olympischen Bildfläche. Mittlerweile gibt es in Großbritannien über 50 Polo-Clubs und auch in der Bundesrepublik Deutschland, Österreich und der Schweiz gewinnt Polo immer mehr Freunde. In der Schweiz zum Beispiel findet alljährlich ein Polo-Turnier statt, das auf einem zugefrorenen See ausgetragen wird. Popularität erlangte Polo auch durch den englischen Kronprinzen Charles, der ein begeisterter Polo-Spieler ist: mit einem Handicap von immerhin plus 2! Heute kommen die besten Spieler aus Argentinien, wo auch alljährlich im November die besten Teams der Welt zusammen kommen, um sich zu messen. Polo weiter lesen >>>
Springreiten Beim Springreiten kommt es darauf an, mit dem Pferd bestimmte Hindernisse in einer festgelegten Reihenfolge springend zu überwinden. Die Hindernisse bestehen aus Seilen, Wällen, Wassergräben oder Stangen. Sie müssen in einer vorgegebenen Zeit übersprungen werden. Dabei unterscheidet man so genannte Steilsprünge und Hochweitsprünge. Die Hindernisse sind bis zu 1,60 m hoch und 2 m tief, und die Wassergräben sind maximal 4,50 m weit. Werden Hindernisse gerissen (Abwerfen von Hindernisteilen), so erhalten Reiter und Pferd vier Strafpunkte. Geht das Pferd nicht über das Hindernis (Verweigern), werden drei Strafpunkte verteilt. Und sollte die erlaubte Zeit überschritten werden, wird für jede angefangene Sekunde international ein Strafpunkt verteilt, im nationalen Wettbewerb gibt es dafür ¼ Strafpunkt. Bei Gleichstand mit einem oder mehreren Reitern und ihren Pferden gibt es ein so genanntes Stechen. Der Reitparcours wird in diesem Falle verkleinert. Siegerin oder Sieger ist danach das Reiter-Pferd-Paar mit den wenigsten Strafpunkten und der schnellsten Zeit. Springreiten weiter lesen >>>
Westernreiten War er früher fast ausschließlich in den USA gern gesehene Reitsportvariante, so findet er heute auch in Europa immer mehr Freunde: sowohl auf Seiten der Reiter wie auf der der Zuschauer. Der Ursprung des Westernreitens liegt in Spanien. Hier trieben Vaqueros, die spanischen Cowboys, ihre Viehherden durch die Weidegebiete Andalusiens; ihre Arbeitsweise wurde durch die spanischen Einwanderer nach der Entdeckung Amerikas auch auf dem neuen Kontinent bekannt. Von dort aus traten sie ihren Siegeszug um die Welt an: Wer kennt sie heute nicht, die amerikanischen Cowboys, die mit ihren wendigen Pferden immer noch in den Weiten der USA Rinder und Pferde treiben? Die Helden unzähliger Filme sind, in denen ihr Leben zur Wildwest-Romantik verklärt wird? Angelehnt an die sehr schwere Arbeit der Cowboys entstand das heutige Westernreiten, das mit einer Variante mittlerweile auch bei den Weltreiterspielen anzutreffen ist. Westernreiten weiter lesen >>>